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Brigitte Lüdecke und Christina Steinmüller bei der Präsentation des Berichts, Foto: Reinfried Musch

Veranstaltung im Best Western Grand City Hotel Berlin Mitte am 9.12.09, Foto: Reinfried Musch

Bericht über die Projektarbeit

Bericht

Ethnische Vielfalt der Wirtschaft im Soldiner Kiez erschließen und vernetzen
PSS.13.01129.09

Laufzeit 1. März bis 31. Dezember 2009

Ein Projekt im Programm Soziale Stadt, gefördert aus Mitteln der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Berlin.

9. Dezember 2009

Der ganze Bericht kann auch als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Inhalt
1.      Aufgabenstellung für das Projekt
2.      Beispiele aus der praktischen Projektarbeit
2.1    Darstellung der Vorgehensweise am Beispiel „Jahresabschlussveranstaltung im Best Western Grand City Hotel“
2.2    Beziehungen sind soziales Kapital
2.3    Unternehmenskultur/ Unternehmerkultur
2.4    Den Erfolg einer Veranstaltung würdigen: Das Marketingevent 2009
3.      Was bleibt, Nachhaltigkeit

Im Text des Auswahlverfahrens, auf das ich mich einmal beworben hatte, steht, dass Zwischenberichte erarbeitet werden sollen. Ich bin spät dran, das nun umzusetzen, aber es passt jetzt und heute richtig gut, meine Projektergebnisse zur Diskussion zu stellen. Auch wenn wir schon den 9. Dezember haben, ist „Zwischenbericht“ korrekt, denn die Ergebnisse aus der heutigen Veranstaltung möchte ich auch noch einmal bilanzieren und veröffentlichen.

1.    Aufgabenstellung für das Projekt

Für das oben genannte Projekt, dass gegenüber der Zielgruppe allgemein „Gewerbeförderung Soldiner Kiez“ genannt wird, gab es im Dezember 2008 ein Auswahlverfahren, auf das ich mich beworben habe. Ich zitiere hier im Folgenden aus den Anforderungen, was für eine Projektsumme von 19.900,00 € im Laufe eines Jahres erreicht werden sollte:

Ausgangslage und Zielstellung
Im Gebiet Soldiner Straße gibt es viele selbstständig tätige EinzelunternehmerInnen und FreiberuflerInnen, letztere sind vor allem im kreativen Bereich tätig. In den letzten zwei Jahren ist es gelungen, durch unterschiedlichste, über das Programm „Soziale Stadt“ geförderte Angebote eine erfolgreiche Vernetzung der Selbstständigen und FreiberuflerInnen herzustellen. Die dabei entstandenen Synergieeffekte haben dazu beigetragen, die Beschäftigungssituation von einigen „NetzwerkerInnen“ zu stabilisieren.
Dieses Angebot soll in 2009 fortgesetzt und weiterentwickelt werden. Der Schwerpunkt der Förderung in diesem Jahr soll auf der möglichst verbindlichen Einbeziehung der migrantischen UnternehmerInnen liegen, um das vorhandene Netzwerk vielfältiger und stärker zu machen. Auch EigentümerInnen von Gewerberäumen im Gebiet sollten in das Netzwerk einbezogen werden.
Die Bedeutung der lokalen Ökonomie soll dahingehend gestärkt werden, dass das Quartier durch lokal verortete unternehmerische Aktivitäten mit regio¬nalen und überregionalen Wirtschafts- und Wertschöpfungsstrukturen vernetzt wird.

Angebot
Das Angebot sollte bedarfsorientierte Veranstaltungen, Beratungen, Coachings und Qualifizierungen umfassen, die dazu beitragen, das beschriebene Netzwerk vor allem um die VertreterInnen der ethnischen Ökonomie zu erweitern und zu stärken. Daneben geht es um die Entwicklung von Plänen, Möglichkeiten und Visionen für eine wettbewerbsfähige, vielfältige, kräftige lokale Wirtschaft im Gebiet.
Die Anbindung an regionale, z.B. bezirkliche Strukturen sollte über die Vermittlung von berlinweiten und fachübergreifenden Beratungsangeboten geschehen. Darüber hinaus ist es das Ziel, die zuständigen bezirklichen Fachämter in den Vernetzungsprozess einzubeziehen.
Es wird gewünscht, die Arbeitsergebnisse in regelmäßigen Abständen öffentlich zugänglich zu machen, sowie nach Möglichkeit in regelmäßigen Abständen eine kritische Einschätzung über den Stand der Projektentwicklung und dessen Einfluss auf die Strukturen der lokalen Ökonomie zur Zeit am Ort, abzugeben.
Darüber hinaus gibt es im Gebiet vielfältige Aktivitäten zum Thema Image, hier ist eine entsprechende Kooperation erwünscht.

Das ist ohne Frage eine Menge Leistung, die hier für EUR 19.900,00 erbracht werden sollte.

Wer ist eigentlich der „Kunde“ bzw. Auftraggeber, der am Ende prüft, ob die Projektträgerin die in ihrem Angebot beschriebenen Leistungen sachgemäß ausführt?

  • Ist es der Quartiersrat, der Anfang 2007 entschieden hat, genau diesen Geldbetrag für „Gewerbeförderung“ beiseite zu legen?
  • Sind es die Mitarbeiter des Büro für Quartiersmanagement, die den Quartiersrat moderieren, auch solche Interessensbekundungsverfahren ausschreiben und die Entscheidung der zuständigen Fachämter einholen?
  • Ist es die Steuerungsrunde?
  • Ist es das zuständige Fachamt?

Die PSS, die das Geld verwaltet, ist es sicher nicht.

Vier Jahre als Projektträgerin haben mir gezeigt, dass ich vor allen Dingen mir selbst gegenüber verantwortlich bin.

Man könnte es als Toleranz interpretieren, dass von allen potentiellen „Kunden“ vier Jahre lang praktisch niemand sich ein genaues Bild gemacht hat, wie und mit welchem Erfolg ich meine Leistung erbringe. Tatsächlich loben alle Beteiligten regelmäßig meine Arbeit. Aber WAS wird da gelobt? Auf meiner Suche nach Gesprächspartnern, mit denen ich strategische Entscheidungen und Arbeitsergebnisse besprechen kann fand ich genau zwei Personen: Herrn Tolan, den Leiter der Weiterschaftsförderung Berlin-Mitte und Thomas Brauckmann, Mitglied, Vorstand und Mitarbeiter des Soldiner Kiez e. V. Von Herrn Tolan habe ich weiterhin erfahren, dass ich die Einzige Projektträgerin bin, die für solche Gespräche zu ihm kommt.

Mit welchen Gesprächspartnern und in welchen Arbeitskreisen reflektieren andere Projektträger ihren Projekterfolg? Es gibt einen spürbaren Bedarf nach Anerkennung seitens zahlreicher Projektträger. Wir (ich glaube ich darf hier für mehrere sprechen) haben den Eindruck, dass wir nur über die gute oder eben mangelhafte administrative Abwicklung unser Projekte wahrgenommen werden. Manchmal könnte ein kleines „das tut mir leid“ die Zusammenarbeit zwischen Administration und Projektträgern erheblich verbessern.

Aber besteht tatsächlich Informationsbedarf darüber, WAS ich gemacht habe? Wäre das interessant? Bringt es das QM-Gebiet Soldiner Kiez nun weiter, dass wir in diesem Jahr rund 20 Veranstaltungen hatten? Möchte jemand genau wissen, in welcher Weise ich die Gesundheitsanbieter unterstützt habe? Wie viele Beratungsstunden es gab, wie das Umsatzsteuerproblem gelöst wurde, welche Projektbausteine ich an andere Kollegen übertragen habe, in welcher Weise ethnische Ökonomie erfolgreich angesprochen wurde, wie viele Menschen das Marketingevent besucht haben und wie viele Personen heute wirtschaftlich besser gesellt sind als vor meiner Arbeit? Ich glaube, für so einen Bericht wäre hier heut kaum jemand gekommen. Ich konzentriere mich hier einfach mal auf die Themen, die ich interessant finde.

... der gesamte Bericht umfasst 10 Seiten und lässt sich als PDF-Dokument besser lesen als hier im Web: Download des gesamten Berichts als PDF-Dokument.

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